Mirek – ein Nachruf auf einen großen Tierschützer

Mirek Marjewski ist vergangene Woche ganz plötzlich gestorben. Er ist gerade mal 59 Jahre alt geworden. Der Tierschutz bestimmte sein ganzes Leben.

Sehr viele Tierschützer kennen Mirek. Seine oft verzeifelten Anrufe, ob man nicht Hunde übernehmen könne. Zu viele Hilferufe erreichten ihn in seinem Heimatland Polen, zu viele Hunde, die in Not waren und die er aufnahm. Er tat alles für die Tiere.

Dabei hatte er seinen eigenen Kopf und konnte sehr vehement sein. Dann war es auch mal schwierig miteienander auszukommen.

Vor Jahren habe ich ihn einmal in Polen besucht. In jedem Raum lebten Hunde. In einer leerstehenden Wohnung in seinem Haus, draußen, auf dem Dachboden hatte er Hundezimmer gebaut. Als die Oder das Land überschwemmte, wenn auf dem Marktplatz ein elender Hund gesehen wurde, wenn Menschen weg zogen und ihre Tiere zurückließen – Mirek holte sie.

Aber egal wie viele Hunde er hatte – nicht jeder bekam sie. Er mußte die Menschen kennen, gab sie nur her, wenn er sich sicher war, dass sie in gute Hände kammen.

Mirek konnte sich nicht aussuchen, ob er mal eine Pause machte. Manchmal war er einfach nur verzweifelt, weil die Hunde nicht weniger wurden und er nicht genug Hunde in gute Hände abgeben konnte. Dann wußte er von tieren in Not, denen er gerne geholfen hätte und konnte es nicht, weil er keinen Platz hatte.

Mirek war nicht nur tierlieb –  er hat sein Leben für die Hunde gegeben. Ei n großer Verlust für die Hunde Polens und uns alle, die wir ihn kannten.

 

Unsere Hunde

Harry, 8 J. 35 cm

Risci, 55 cm, 3 J., blind

Zur Zeit läuft die Vermittlung bei vielen Tierschutzkollegen etwas schleppend – bei uns auch. Ich möchte deshalb an unsere Hunde erinnern. Wenn ihr mal was hört, das jemand einen Hund sucht – bitte denkt an sie. Sie alle warten jetzt schon länger und würden sich über ein Zuhause sehr freuen!

Hannes, 50 cm, 3 J., re im Bild, hier mit Freundin Eve

Omi Olga, 53 cm, 10 J., re im Bild